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Was hat mich meine Arbeit als Ärztin bisher gelehrt?

Als junge Assistenzärztin standen Wissenschaft, Forschung und Lehre an der Universitätsklinik für mich ganz weit vorne. „State of the art“ das Vorgehen nach klaren Vorgaben und Richtlinien erlaubten mir etwas Abstand zu halten, gaben mir Mut und Halt in den menschlich sehr fordernden Situationen. Ich konnte mich über die Beschäftigung mit einer wissenschaftlichen Arbeit dem „Größeren“ widmen, einen Beitrag zum Verstehen von Krankheits Mechanismen, der Entwicklung neuer Therapien leisten.

Das heißt, ich konnte mich meinen Patienten annähern, mit ihnen in Kontakt treten und bevor mich ihr Leid, ihre Geschichte mitzureißen drohte, fand ich dadurch einen Platz der Sicherheit, den ich als Ärztin brauchte.
Mit den Jahren wuchs meine innere Sicherheit und Stabilität, selbst in den schwersten Situationen als Ärztin handlungsfähig zu bleiben. Was aber immer unumrückbar für mich feststand: es ging mir bei meinen Patienten immer um den Menschen, nicht um seine Krankheit oder „Diagnose“ oder seine Schmerzen, die Angst oder Verzweiflung; sondern um den Menschen als Ganzes. Das war sehr herausfordernd für mich. Viele Kollegen machten es sich leichter wenn sie die Diagnosen in den Vordergrund stellten.
Das Zusammenwirken von körperlichen und psychischen Symptomen im Kontext der jeweiligen sozialen Situation der Menschen die sich an mich wandten(im Sinne des Bio Psycho Sozialen Modells in der Psychosomatik) kristallisierte sich, wurde immer deutlicher.

Ich interessierte mich für zusätzliche Ausbildungen, die diese Ganzheitliche Sicht unterstützten und mich hierher brachten wo ich jetzt stehe.
Meine Arbeit mit Patienten und Klienten heute bedeutet für mich Respekt, Achtung, Empathie und Verständnis für genau jene Themen und Beschwerden womit Menschen gerade konfrontiert sind. Die Gewissheit, es geht nicht um ein oder mehrere „Symptome“ die gerade im Vordergrund stehen. Das Zusammenwirken von lebensgeschichtlichen Ereignissen spielt eine wesentliche Rolle.
Jeder von uns hat auf seine ganz eigene Art Erfahrungen gemacht und gelernt auf seine Weise zu handeln.
Diese Umgangsweisen können im Laufe der Zeit dysfunktional werden. Anpassungsmechanismen reichen nicht mehr aus, erbringen nicht die gewünschte Wirkung. Krankheit kann eine Folge sein.

Genau hier anzusetzen, neue Sichtweisen mit meinen Klienten zu eröffnen, das Entwickeln adäquater Bewältigungstrategien, anstatt krankmachender zu unterstützen erlaubt Heilung.

Dank

Ich möchte an dieser Stelle allen meinen Patienten und Menschen, die sich an mich in den letzten 3 Jahrzehnten gewandt haben, danken. Einerseits für das Geschenk, sich mir anzuvertrauen und andererseits miterleben zu dürfen wie Gesundheit entsteht, wie Menschen sich aus belastenden, bedrohlichen Umständen heraus entwickeln können, ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen und weitergehen.

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Ausbildung/Weiterbildung zu Psychosomatischen Inhalten:

Persona

1959 in Klagenfurt geboren,
verheiratet und Mutter von drei Kindern
Meine Kraftquellen:
Gespräche mit Freunden
Singen im Chor
Lachen mit Kindern
Schwimmen, am liebsten im Wörthersee
Am Theater an der Wien und der Staatsoper als Statistin auf der Bühne stehen,
mitten in der Welt der Stimmen und der Musik